Katechese

Der Wunsch in die Orthodoxe Kirche einzutreten ist der Beginn eines Weges, auf dem der Glaube wachsen, reifen und Gestalt annehmen soll.

Damit dieser Weg nicht oberflächlich bleibt, sondern zu einer bewussten und tragfähigen Entscheidung führt, sieht die Kirche seit ihren Anfängen die Katechese vor. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für die Taufe.

 

Wichtig!: Bitte nehmen Sie zunächst persönlichen Kontakt zu unserem Pfarrer auf, vorzugsweise im Anschluss an einen sonntäglichen Gottesdienst.

 

Was ist Katechese?

Katechese bedeutet Glaubensunterweisung. Sie ist eine begleitende und selbstverständlich unentgeltliche Unterstützung der Kirche für alle, die den Wunsch haben, durch die Taufe Glieder des Leibes Christi zu werden.

 

Sinn und Ziel der Katechese

Ziel der Katechese ist es, gemeinsam mit dem Katechumenen ein festes Fundament des Glaubens an Christus zu legen. Die orthodoxe Kirche stellt dabei ihren Glauben, ihr Gebet und ihre Verehrung verständlich vor und erschließt deren Sinn.

Mit anderen Worten:
Vor Ihrer Taufe sollen Sie sich bewusst werden, welchen Lebensweg Sie einschlagen und welche Verantwortung und Gnade Sie mit der Taufe freiwillig annehmen.

 

Ein paar klärende Worte

Die Kirche in Deutschland weiß aus Erfahrung, dass der Wunsch nach der Taufe häufig im Zusammenhang mit einer bevorstehenden Ehe mit einem orthodoxen Partner steht.

Eine Hochzeit allein ist jedoch kein ausreichender Grund für den Empfang der Taufe. Die Taufe ist kein formaler Schritt im Vorfeld einer Eheschließung, sondern ein Mysterium, das aus persönlichem und aufrichtigem Glauben erwächst.

Ausgangspunkt und Voraussetzung für die Taufe ist daher der persönliche Glaube an die heilige Dreiheit.

 

Zur Dauer der Katechese

Oft wird gefragt:
„Wie lange muss ich an der Katechese teilnehmen?“

Diese Frage ist verständlich, lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Die Dauer des Katechumenates – also der Zeit bis zur Taufe – ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sie hängt vom persönlichen Glaubensweg, von der inneren Bereitschaft und vom Wachstum im Glauben ab.

Die Katechese ist kein Zwang und keine Verpflichtung im äußeren Sinn. Der Katechumene kommt freiwillig zur Kirche und geht diesen Weg aus eigener Entscheidung.

Auch ein bereits festgelegter Hochzeitstermin ist für den Zeitpunkt der Taufe nicht maßgeblich.

In der Regel sollten Sie mit einer Dauer von etwa zwei Jahren rechnen. In den ersten Jahrhunderten der Kirche betrug diese Zeit oft drei bis fünf Jahre.

 

Was darüber hinaus wichtig ist

Die Katechese ist nur ein Teil des Weges. Im Mittelpunkt steht das Leben der ganzen Kirche mit ihrem Glauben, ihrer Liturgie und ihrer Verehrung.

Daher gehört es selbstverständlich dazu, dass ein aufrichtiger Taufkandidat am liturgischen und gemeindlichen Leben der Kirche teilnimmt, deren Glied er zu werden wünscht.

Damit ist die Einladung verbunden, ab jetzt regelmäßig an den Gottesdiensten und am Gemeindeleben teilzunehmen sowie den persönlichen Kontakt mit dem Pfarrer aufzunehmen.

 

Wann und wo

Wenn Sie diesen Weg zu Gott ernsthaft gehen möchten, sind Sie herzlich willkommen.

Wir treffen uns jeden Donnerstag um 19 Uhr im Gemeindesaal (im Untergeschoss) unserer Kirche. Während der Schulferien in Hessen findet keine Katechese statt.

 

 

Fünfte Einleitungskatechese des heiligen Kyrill, Patriarchen von Jerusalem

(geb. 313, entschl.. 18.März 386 n. Chr.)

Es ist möglich, dass du auch aus einem anderen Grunde kommst, es könnte sein, dass ein Mann eine Frau umwerben möchte und sich deshalb einfindet. Die gleiche Befürchtung könnte aber auch umgekehrt für die Frauen gelten; oder ein Sklave wollte dem Herrn angenehm auffallen oder der Freund dem Freunde.

Ich ergreife diesen Angelköder und ziehe dich (damit) heran – dich, der du noch mit unredlicher Absicht kamst, aber durch rechte Hoffnung geheilt werden sollst. Vielleicht wusstest du gar nicht, wohin du gingst, ebenso wenig, was für ein Netz dich einfängt. Du bist in die Netze der Kirche geraten; lass dich lebendig gefangen nehmen, versuche nicht zu entschlüpfen; denn Jesus hält dich am Angelhaken – aber nicht, um dich zu töten, sondern um dir durch den Tod Leben zu schaffen; denn du musst sterben und auferstehen. Du hast doch den Apostel sagen hören:
„Tot für die Sünde sollt ihr für die Gerechtigkeit leben.“

Stirb also der Sünde und lebe für die Gerechtigkeit; von heute an lebe!

 

Wichtig!: Bitte nehmen Sie zunächst persönlichen Kontakt zu unserem Pfarrer auf, vorzugsweise im Anschluss an einen sonntäglichen Gottesdienst.

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